Tipps für den Marokko Urlaub

 planst eine Reise nach Marokko? Wundervoll, bitte bleib bei diesem Plan. Marokko ist für uns, die wir in Europa leben, ein ideales Reiseziel, um Abenteuer, Wärme und natürlich die Euphorie eines Roadtrips unter einen Hut zu bringen. Wir haben all unser Wissen und unsere besten Tipps für Marokko in einen Beitrag gepackt, damit ihr eure Reise ideal vorbereiten könnt.

. Die beste Jahreszeit für Marokko

Du kannst Marokko ganzjährig bereisen, doch es gibt natürlich Monate, die besser und solche, die schlechter geeignet sind. Auch kommt es darauf an, welche Regionen Marokkos du bereisen möchtest. Ideale Reisezeiten für eine Rundreise durch Marokko sind Frühling (wenn möglich nicht über die Feiertage, also Ostern) sowie Herbst. Während es in Europa im Frühling noch kühl sein kann, erwartet dich in Marokko meist strahlender Sonnenschein. Und auch im Herbst kannst du wundervolle Spätsommertage in Marokko verbringen.

Den Hochsommer (Juli und August) würden wir dir nicht empfehlen, insbesondere dann nicht, wenn du die Wüste sehen möchtest. Hinzu kommt, dass dich zwischen April und Oktober immer wieder Sandstürme in der Wüste erwarten. Auch das Sightseeing kann bei 35 Grad im Schatten schon einmal unerträglich werden.

Rund um Weihnachten und Neujahr flüchten viele in die wärmende Sonne und es wird in Marokko sehr voll und auch dementsprechend teurer. Wenn du dem entgehen möchtet, solltest du diese Zeit ebenfalls meiden.

Wir reisten Ende Februar/Anfang März nach Marokko. Tagsüber war es angenehm warm, in der Sonne wurde es manchmal sogar ziemlich heiß. Abends kühlte es ab. Unsere Unterkünfte waren allesamt mit Heizungen ausgestattet. Unser Tipp: Such dir in den kälteren Monaten unbedingt Zimmer mit Heizungen, denn sonst sind die Nächte wirklich unangenehm kalt.

. Reiseführer für Marokko

Für unsere Reise haben wir uns den Lonely-Planet-Marokko-Reiseführer  (auf Deutsch) zugelegt und unseren Kauf keine Sekunde bereut. Falls du eine große Landkarte haben möchtest, solltest du sie dir extra besorgen, denn der Lonely-Planet-Reiseführer hat zwar viele Detail-Karten, aber keine herausnehmbare Landkarte.

. Einreise nach Marokko

Für die Einreise benötigen Österreicherinnen/Österreicher und Deutsche kein Visum. Im Flugzeug erhältst du eine Einreisekarte, die du ausfüllen musst. Die Grenzpolizei nimmt die Karte entgegen und wird dir gegebenenfalls ein paar Fragen stellen. Das war es dann auch schon.

Dieselbe Prozedur wartet bei der Ausreise ein zweites Mal auf dich. Wer im Journalismus oder in einem anderen Bereich arbeitet, der der Polizei ein Dorn im Auge sein könnte, sollte sich auf ein etwas längeres Frage-Antwort-Spiel einstellen. Das war bei uns der Fall, doch alles in allem läuft die Sache relativ entspannt ab.

. Religion und Kultur

In Marokko ist der Islam bekanntlich Staatsreligion. Das weiß man im Vorhinein und darauf kann man sich einstellen. Es besteht keine Kopftuchpflicht, aber zugegeben: im direkten Sonnenlicht greifen selbst wir gerne einmal auf ein Tuch zurück.

Nicht-Muslime und -Musliminen dürfen in ganz Marokko lediglich zwei Moscheen besuchen: Die Hassan II. Moschee in Casablanca und die Grabmoschee von Moulay Ismail in Meknès.

Generell empfehlen wir natürlich, möglichst keine allzu knappe Kleidung zu tragen. Zu empfehlen sind weite Blusen, lange Hosen und lange Kleider. Wir fallen einfach nicht gerne unangenehm auf. Während des Ramadans muss man mit Einschränkungen rechnen, da einige Lokale untertags geschlossen haben.

. Sicherheit im Marokko

Uns ist in Marokko nie etwas passiert und doch zählten die engen Gassen der Medina in Marrakesch nicht unbedingt zu unseren Wohlfühlzonen in puncto Sicherheit. Untertags schleppen wir meist 4-5 Kilogramm Fotoausrüstung mit uns herum, die augenscheinlich nicht ganz günstig ist. Zugegeben, etwas mulmig war uns dann zeitweise schon.

Gerenell empfanden wir die Menschen in größeren Städten (allen voran in Marrakesch) um ein Vielfaches aufdringlicher und unangenehmer als in ländlichen Regionen. Vor allem in Marraksch würden wir alleinreisenden Frauen empfehlen, die Medina nachts zu meiden. Sicher ist Sicher.

Im restlichen Land haben wir uns nie unsicher gefühlt. In entlegenen Gebieten müsst ihr damit rechnen, dass aus dem Nichts heraus Menschen auftauchen, die euch um Geld bitten werden. Gerade Kinder können beim Betteln schon einmal recht aufdringlich werden und durchs Fenster in das Auto hineingreifen (haben wir z.B. in der Dadesschlucht erlebt). Aber wer kann’s ihnen verübeln?

. Unterkunft-Tipps für Marokko: Wo übernachten?

Traditionellerweise übernachtet man in Marokko in sogenannten Riads. Riads sind traditionelle, mehrstöckige Gebäude, die einen herrlichen Innenhof besitzen und oft eine grandiose Dachterrasse haben. Von außen betrachtet kann man oft gar nicht glauben, welche Oase sich hinter den Eingangstoren eines Riads versteckt.

Wir schwören: Wir haben nirgendwo auf dieser Welt eine so hohe Dichte an tollen und stilvollen Unterkünften erlebt wie in Marokko. In größeren Städten wird man vom Angebot regelrecht erschlagen. Wenn möglich, empfehlen wir dir auf jeden Fall, in einem Riad zu übernachten. Für etwa 70 Euro pro Nacht erhält man für zwei Personen ein sehr schönes Zimmer mit Frühstück.

. Essen und Trinken in Marokko

In Marokko liebt man die Kombination aus süß und salzig und so werden in vielen Gerichten getrocknete Datteln, Marillen und Rosinen verwendet. Mal ehrlich: Wir stehen da total drauf. Typisch für Marokko ist außerdem die sogenannte Tajine, ein Gericht, das in einem Tontopf zubereitet wird und oft mit Couscous serviert wird.

Obwohl wir marokkanisches Essen gerne mochten, wurde uns die Küche aber ehrlich gesagt dennoch schnell langweilig. Oft wird dann doch dasselbe serviert und vor allem für Vegetarier ist die Auswahl leider total begrenzt. Fleisch wird in Marokko gerne und häufig gegessen, vegetarische Gerichte findet man leider seltener auf der Karte als in manch anderen Ländern.

Eine Ausnahme ist das Frühstück, das fast immer sehr brot- und kohlehydratelastig ist. Das Frühstück ist in den meisten Unterkünften inkludiert. Fast immer bekommst du unterschiedliche Teller serviert, u.a. mit marokkanischen Pances, Brot, Marmeladen und Joghurt.